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Samstag, |
19.06.10, |
18:10 Uhr |
German a cappella Bundescontest (Alte Molkerei, Sendenhorst) |
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 "German Acappella": Ein unvergessliches Fest
Sendenhorst - Viele Hände schnippten, und manche Füße wippten am Samstagabend auf dem Promenadenring. Dass Musik verbindet, erlebten viele Sendenhorster bei m „Sing around the Ring“ im Rahmen des „German Acappella-Bundescontestes“ dort hautnah.
Bereits im Vorfeld hatte sich die erfolgreiche Identifikation der Bürger mit der „Stadt der Stimmen“ gezeigt, denn das Interesse an dem eigentlichen Wettbewerb in Studio vier der Alten Molkerei war bereits sehr groß.
Das Programm, in verschiedene Blöcke von Freitag bis Sonntag eingeteilt, bot mannigfaltige Abwechslung. Frauen- und Beziehungsthemen direkt aus dem Leben gegriffen hatte die Gruppe „Female Affaires“ in petto. Mit ihrem Song „Du“ von Peter Maffay, den sie kurzerhand mit viel Humor und Sarkasmus in ein egozentrisches „Ich“ umgeschrieben hatte, erntete sie spontane Lachsalven und Beifallsstürme aus dem Publikum.
Die Damen-A-cappella-Gruppe „Sugar n Spice“ umgarnte während ihrer Darbietungen gekonnt ihren 22-jährigen Chorleiter Lennard Bertzbach und zeigte flotte, spritzige Choreographien. Sie war eigens für den Wettbewerb am Samstag angereist und wollte am selben Abend auch wieder abreisen, verriete sie den WN. „Von Sendenhorst haben wir leider nicht viel gesehen.“
Der Moderator des Wettbewerbs, Alexander Schwarz, lobte den Facettenreichtum der Gruppen und kündigte die reine Männergruppe „vorlaut“ an.
Sie machte ihrem Namen alle Ehre und brachten Alltagssituationen, vornehmlich das weibliche Geschlecht betreffend, humorvoll musikalisch auf den Punkt. Von „shoppen gehen kannst du alleine“ über das Rauchen bis zur Frage, wer denn nun den „ersten Schritt“ macht, ließen sie kein Klischee aus und brachten das Publikum zum Schmunzeln. Auch diese Jungs hatten eine lange Anfahrt von fünf Stunden hinter sich. Bis zur Siegerehrung gestern wollten sie dennoch bleiben. „Es gefällt uns gut hier“, waren sie am Samstagabend doch reichlich müde und freuten sich auf ihr Quartier in der „Waldmutter“.
Die „NotenDealer“ brachten A-cappella-Rock-Entertainment in den Wettbewerb. Die selbst ernannte A-cappella-Boygroup rockte definitiv die Bühne. „Andrea, die andern sind okay, aber du bist okayer“, hieß es in ihrem Liebeslied.
Mit ihrer bombastischen Performance von Michael Jacksons „Smooth Criminal“ brachten sie die Bühne zum Beben und die Zuschauer zum Kreischen. „Sendenhorst ist eine sehr liebe Stadt. Wir kommen gerne wieder“, war die Sympathie gegenseitig. Sänger Tim Gernitz fand es „herrlich“ in Sendenhorst, meinte er im Gespräch mit den WN. Die Gruppe sei privat bei Max Linnemann-Bonse untergebracht. „Gestern waren wir noch in Berlin“, erzählte er von der Teilnahme an der Fernsehshow „X-Factor“. „Das Publikum hier ist total nett.“
Einen vergleichsweise schlichten Auftritt, wenn es um Choreographie geht, zeigten die drei „Himmelstöchter“, die ihren Namen einem Törtchen verdanken. Ihr Fokus lag eindeutig auf den stimmlichen und melodischen Qualitäten. Auch auf spanisch konnten sie gesanglich mit „El vito“ überzeugen.
Die „Himmelstöchter“ waren anschließend auch privat beim „Sing around the Ring“ anzutreffen. Sie waren sehr angetan von dem Wettbewerb in Sendenhorst und sparten nicht mit Lob für die Organisation: „Es fehlt uns an nichts. Wir werden persönlich betreut, es ist das Rundum-Sorglos-Paket.“ Das hohe Niveau der Darbietungen erstaunte sie: „Auch die, die sich Amateure nennen, sind toll.“ Nur das „englische Wetter“ hätte ihrer Meinung nach besser sein können, nahmen sie es mit Humor.
Rund um die Promenade konnten sich dann alle interessierten Sendenhorster von dem Können einiger A-cappella-Gruppen auf den vier Bühnen überzeugen. Die frechen Damen von den „Zuckerröhren“ stellten ihre Heimatstadt Berlin musikalisch vor und tranken sich die Männer schön. „Wo sind die Singles, wenn man einen braucht?“ Sarkastische Texte über Softies erheiterten das Publikum im Garten von Haus Siekmann.
Auf der Bühne an der Neustraße vertonten „Key West“ vertraute Lieder bekannter Sänger wie Phil Collins und Michael Jackson. Die Zuhörer trotzten hartnäckig den gelegentlichen Regenschauern und wurden dafür von den Sängern gelobt: „Ihr seid so tapfer.“
„Mit ohne Alles“ aus Aachen bot kurzweilige Unterhaltung auf der Bühne am „Himmelreich“. Die fünf Studenten bewiesen ihre Vielseitigkeit, als aus „Hotel California“ mitten im Lied „Hotel Havanna“ mit unüberhörbaren kubanischen Einflüssen wurde. Auch die improvisierte Pausenmusik von „Pete the Beat“, Peter Stohl, der in Sendenhorst kein Unbekannter mehr ist, wurde frenetisch bejubelt.
Einer der Publikumslieblinge waren wohl die fünf Amateure von „Scampi“, die mit ihren unkonventionellen Texten - „My Girl“ wurde kurzerhand zu „Mein Grill“ - die Zuhörer begeisterten. Die „A-cappella-Schlümpfe“ in unverwechselbares Türkis gekleidet, brachten ihre Lieder mit einer ordentlichen Portion Humor und suchten gerne den unmittelbaren Kontakt zum Publikum. Jubel und Zugabe-Rufe der Zuhörer waren der wohlverdiente Dank.
Die Stimmung unter den Sendenhorstern, die das Angebot „umsonst und draußen“ reichlich nutzten, war trotz des kühlen und nassen Wetters gelöst und heiter. Das lag zum einen an der tollen Organisation und der Durchführung, an der sich auch viele Geschäftsleute beteiligten. Sicherlich aber auch an den mitreißenden Darbietungen der sympathischen A-cappella-Gruppen, die einen unvergesslichen Abend gestalteten, der in der abschließenden After-Show-Party im Studio seinen allmählichen Ausklang fand.
Die Jury brauchte gestern am frühen Abend lange, um das letztlich knappe Ergebnis festzustellen. Bei den Profis hatte die „Juice Box“ die Nase vorn. Bei den Semiprofessionellen siegte „Female Affairs“. Und die „Chickpeas“ aus Leipzig wurden zu den besten Amateuren erklärt. (20.06.2010, Westfälische Nachrichten, Anke Weiland) |
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Samstag, |
12.06.10, |
20:00 Uhr |
Konzert (KulturRaum Rommelmühle, Bi-Bi Bissingen) |
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 Die Frauen als roter Faden
"Vorlaut" sorgt im Kulturraum Rommelmühle für Stimmung
Die fünf Jungs von "Vorlaut" gaben am Samstag ein äußerst unterhaltsames A-capella-Konzert im Kulturraum der Bissinger Rommelmühle.
Nach dem ersten Stück "Anna", einem pädagogisch wertvollen Anti-Raucher-Lied, in dem Anna ständig Havannas raucht und später zu Baccardi wechselt, war klar, dass es bei "Vorlaut" nicht nur feinsten A-capella sondern auch intelligente Comedy zu hören gibt.
Da mit Moritz Dröse, Simon Huber, Andreas Mantsch, Lukas und Johannes Wollasch ausschließlich vorlaute Männer auf der Bühne stehen, verwundert es kaum, dass sich das weibliche Geschlecht wie ein roter Faden durch ihre Werke zieht. Neben gefühlvollen Balladen und frech interpretierten Klassikern strapazierten vor allem Lieder wie "Shoppen gehn" oder "Ohne dich" das Zwerchfell des Publikums. Bei "Shoppen gehn" ging es um die Problematik des gemeinsamen Einkaufens mit der Liebsten. Während sie im wilden Konsumrausch bereits das zweite Mal bei H&M einfällt und die Hose wieder nicht passt, läuft sich Mann die Hacken ab und trauert seinem verpassten Frühstück nach.
"Ohne dich" hingegen beschreibt eine etwas speziellere Beziehung zu einem Stück Papier. Nach Stunden der Einsamkeit sehnt sich Johannes nach ein wenig Zweisamkeit mit seiner Flamme. Doch als er sich auf die Toilette der Autobahnraststätte begibt, stellt er schockiert fest, dass sein geliebtes Klopapier völlig von der Rolle ist.
Nicht allein die Texte, sondern auch die jugendliche Leichtigkeit und das natürliche Auftreten des Quintetts begeisterten von Anfang an. Die perfekt inszenierten Stücke, gepaart mit kleinen Slapstick-Einlagen und einer großen Portion Situations-Komik, boten beste Unterhaltung. Die Beatbox-Künste von Simon Huber und Lukas Wollasch ließen teilweise ein verstecktes Schlagzeug hinter der Bühne vermuten, sie begleiteten die Stücke abwechselnd, mit jeden nur erdenklichen Geräuschen.
Nach einem Lovesong-Medley und einer verrückten Mischung aus "Sexbomb", "Barbie Girl" und "I´m A Big Big Girl" konnten sich die Lachmuskeln bei Ronan Keatings "When You Say Nothing At All" ein wenig entspannen. Mit "Party" wurde zusammen mit dem Publikum die A-capella-Partynacht gefeiert, die Zuschauer mussten im Call-and-Response-Stil, mit einem lauten "Yeah!" auf jedes "Party!" der Jungs antworten und heizten den Kulturraum ordentlich auf.
Nächste Woche machen sich "Vorlaut" auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen, um, wie sie sagen, einen Wettbewerb zu gewinnen. Nach der Vorstellung am Samstag in der Bissinger Rommelmühle dürfte die Konkurrenz, bei dieser geballten Ladung an frischem und hochmusikalischem Humor, alt aussehen. (15.06.2010, Bietigheimer-Zeitung, David Kalb) |
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Samstag, |
27.03.10, |
20:00 Uhr |
Konzert (Kulturhaus, Obersulm-Affaltrach) |
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 vorlaut – a cappella
Gemeinde und VHS Obersulm
„Wir sind da“ intonieren die fünf dynamischen Jungs - ganz „vorlaut“ eben - zu Beginn ihres Konzerts im Kulturhaus Obersulm. Doch nein, heute sind sie zu sechst. Denn Moritz Kallenberg verlässt die Gruppe um in Freiburg zu studieren und der „Neue“ Andreas Matsch, Tenor, ist zum ersten Mal dabei. Und er macht seine Sache gut. Ein wenig vorlaute Bemerkungen zu Beginn eines jeden Stücks, gepaart mit witzigen Songtexten, so präsentiert vorlaut abwechslungsreich seine Eigenkompositionen. Johannes Wollasch, Tenor, Simon Huber, Bass, Lukas Wollasch, Bass, und Moritz Dröse, Bariton, nehmen sich dabei oft selbst aufs Korn. Simon und Lukas wechseln sich mit den tiefsten Tönen ab und geben den Rhythmus vor. Sie sind sozusagen die Beatbox.
Bei „Ohne dich“ beschreiben sie nicht etwa die sehnsuchtsgeladene Liebesgeschichte mit einer Frau, sondern das fehlende Klopapier im Autobahn-WC! Längst sind sie reif für die Insel und animieren ihr Publikum zu gymnastischen Übungen und zum Mitsingen. Sie beschreiben die Wirkung des Zigarrenrauchs von Annas Zigarre, singen ein Loblied auf den Rostbraten, preisen den Blumenkohl, lassen aber auch Mc-Donald gelten. „I’m a Big, Big Girl“ oder „For the Longest Time“ verbunden mit „Sexbomb“ interpretieren sie so gekonnt, das sie sich dabei selbst auf die Schippe nehmen. Ihre Sprüche kommen locker rüber, als sei nicht das Geringste abgesprochen. Das Publikum ist begeistert und fordert mehrere Zugaben. Selbst im Vorraum geben die fünf (sechs) Jungs, erst zwischen 21 und 24 Jahre alt, vor dem Nachhauseweg nochmals ihr Können zum Besten – einfach so, aus Spaß an der Freud. Die nimmt man ihnen wirklich ab. (01.04.2010, Sulmtal.de (Das Extrablatt), Hartmut Balle) |
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Samstag, |
06.03.10, |
20:00 Uhr |
Konzert (Aula des Quenstedt Gymnasium, Mössingen) |
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 NIE OHNE KLOPAPIER
Sechs Kerle gaben ein vorlautes Konzert
Wahrscheinlich wetterbedingt war die Quenstedt-Aula am Samstagabend nicht ganz voll. Aber die rund 200 Anwesenden sahen und hörten eine ziemlich lässige Show vom Vokalensemble „vorlaut“.
MÖSSINGEN. Sneakers an den Füßen, Dreadlocks auf dem Kopf, allesamt zwischen 20 und 23 Jahren alt: Auf den ersten Blick könnte man sie problemlos in eine MTV-Sendung stecken. Die fünf vorlauten Jungs können aber nicht nur einen Spruch nach dem anderen herauslassen, sondern auch richtig anspruchsvollen A-Capella-Gesang. Teils kommen sie aus dem Raum Reutlingen, teils aus Heilbronn und Umgebung. Zusammengefunden haben sie sich über den Knabenchor „Capella Vocalis“. Der hat zwei Positionen: eine in Reutlingen, eine in Besigheim. Am Samstag standen sie aber zum ersten Mal zu sechst auf der Bühne: Für Tenor Moritz Kallenberg war es wegen seines Studiums in Freiburg der letzte Auftritt mit seinen vorlaut-Kollegen. Und so hatte gleich sein Nachfolger, Andreas Mantsch, Premiere. In Mössingen waren sie am Samstag zum zweiten Mal: Beim Konzert des Harmonika Clubs im November absolvierten sie schon einen Gastauftritt, jetzt hat der Verein einen eigenen „vorlaut“-Abend organisiert. „Das ist sicherlich mal eine ganz andere Richtung von Musik, die man hier nach Mössingen bringt“, so der erste Vorstand Thomas Schneemann. Das Repertoire wechselte zwischen Gecovertem (“For the Longest Time“, „I Am Flying“, „Ain't no Sunshine“), der Verballhornung von Populärem (“Sexbomb“, „Barbiegirl“ und „I'm a Big Big Girl“ wurden da zusammen gewurstelt) und eigenen Liedern mit deutschen Texten. Lieblingsthema: Frauen. Da wurde das erste kulinarische wie körperliche Aufeinandertreffen vertont (“Sex wird überschätzt, Lauch auch“), ebenso wie die samstäglichen Qualen im Leben eines Mannes (“Für einen Mann ist Shopping schon Frustration in Perfektion“). Sentimental und melancholisch ging's auch: „Ohne dich geht's mir so dreckig, ohne dich macht's keinen Sinn. Was soll ich denn nur machen, wenn ich fertig bin?“ hieß es in Johannes Wollaschs Liebeslied. Gerichtet waren die Zeilen ans Klopapier. (8.3.2010, Schwäbisches Tagblatt, kal) |
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