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Presse

21. Mai 2011 // Konzert in Neckartenzlingen

Ein amüsantes und harmonisches Gesangserlebnis

Das A-cappella-Ouintett „vorlaut“ machte seinem Namen alle Ehre und lieferte eine spritzige A-cappella-Show ab

Neckartenzlingen. Männer shoppen nicht gerne, und schon gar nicht samstagmorgens. Solche und ähnliche alltägliche Gegebenheiten nahm das A-cappella-Ensemble mit dem absolut treffenden Namen „vorlaut“, das der Sportverein TSV Neckartenzlingen am Samstagabend zum Konzert in die Melchiorhalle geladen hatte, musikalisch auf die Schippe. Die fünf smarten Jungs der Truppe verstanden es nicht nur bestens, die Ohren ihrer Zuhörer mit harmonischem Gesang zu umschmeicheln, sondern sorgten mit witzigen Texten über allerlei Alltägliches für Vergnügen im Saal.

Die Tenöre Johannes Wollasch und Andreas Mantsch, der Bariton Moritz Dröse sowie Simon Huber und Lukas Wollasch, die für den Bass und Beatboxing zuständig waren, präsentierten ein buntes Programm, das sowohl originelle Arrangements von bekannten Songs als auch jede Menge ideenreiche Eigenkompositionen enthielt. Das schauspielerische Talent der fünf Künstler, mit dem sie dem Publikum jeden Song und noch so kuriosen Texten glaubhaft verkauften, und eine passende Choreographie perfektionierten die Vorstellung und ließen beim begeisterten Publikum keine Wünsche offen.

Schon mit dem ersten Stück, einem Willkommens-Lied, wurde der Saal durch eine lebhafte Performance und groovige Mouthpercussion ordentlich in Stimmung gebracht, sodass die Zuschauer zum mitklatschen nicht lange überredet werden mussten. Das Konzept der Sänger, sich bei der Ankündigung der Stücke gegenseitig ein bisschen zu frotzeln, sorgte weiterhin für gute Laune: So wurde Lukas zwecks südländischem Touch und entsprechendem Auftreten von seinen Mitstreitern zum Womanizer abgestempelt, Johannes laut den bösen Zungen seiner Kollegen schon öfter für den Chauffeur der Truppe gehalten, und Moritz wurden ständige Flausen im Kopf nachgesagt. Zunächst aber durfte das Publikum eine hinreißend-heitere Ballade über ein Mädchen genießen, und mit dem Song „Ohne Dich“ folgte scheinbar ein romantisches Liedchen auf dem Fuße. Jedenfalls bis klar wurde, dass mit der Besungenen, die faul herumhängt oder aus der Rolle fällt, durchaus keine Person, sondern eine Klopapierrolle gemeint war, die auf der Autobahnraststätte umso schmerzlicher vermisst wurde.

Im Stück „Du und ich“ zeigten die Sänger alle Facetten ihres Könnens. Von emotionalen Passagen, und denen gefühlvoll schöne Stunden besungen wurden, über einen mitreißenden Mittelteil, der von lustigen Zeiten berichtete, bis hin zum harmonischen Ende begeisterten die jungen Künstler mit professioneller Vielfalt in der Dynamik und stimmlichen Intensität. Andreas und Lukas, die im Stück „Shoppen gehen“ den Leadgesang übernahmen, erweckten einen recht mitleiderregenden Eindruck, handelte der Song doch von samstäglichen Einkaufsorgien ihrer Liebsten, und als im Mittelteil die ganze Truppe zuckend den „Shoppingwahn“ beklagte, litt so manch männlicher Zuschauer offensichtlich mit.

Rührend wirkte Moritz in dem Lied über eine Freundin, der er verzweifelt seine Liebe zu gestehen versuchte. Andreas heizte hingegen das Publikum mit einem Song über den nervigen Büroalltag an, und der Refrain „Reif für die Insel“ regte spontan zum Mitsingen an. Wiedererkennungswert hatte sicher auch das Stück über den Tag, an dem alles schief läuft: beim Frühstück das Shirt bekleckert, auf dem Weg zur Arbeit in die Radarfalle getappt, doch der begleitende Chor im Hintergrund trug Andreas letztendlich zur tröstenden Erkenntnis, dass alles halb so wild sei.

Rauschenden Beifall erhielt Beatboxer Simon, der sich freute, endlich auch mal ein Lied trällern zu dürfen, in dem er, seine Rachegelüste auslebend, kräftig über die ständig im Rampenlicht stehenden Kollegen herzog. Lachsalven erntete Johannes, der seine Suche nach einem Mädchen mit Emilias „I’m a big big girl“ schüchtern blinzelnd einleutete, was zu weiteren Erheiterung in „I’m a Barbie Girl“ mündete, unterbrochen vom knalligen „Sex Bomb“ im Refrain. Auch ein Medley aus den Stücken von den Ärzten, Take That und Wet Wet Wet, die zunächst hintereinander präsentiert, dann im fulminanten Finale in einen wilden Kanon zusammengemixt wurden, war genial arrangiert, und als Moritz ein Stück von Ronan Keating mit den Worten ankündigte, man wolle durch das Singen von Coverversionen unbekannte Künstler fördern, war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Tatsächlich machte Lukas mit grandioser Stimme und entsprechendem Auftreten dem Original ernstzunehmende Konkurrenz, und zumindest in Neckartenzlingen dürften einige weibliche Fans nach diesem Auftritt die Lager gewechselt haben. Im „Party-Song“ wurden die Zuschauer zum Mitmachen animiert, und nicht zuletzt durch das starke Beatboxing von Simon und Lukas kam echte Fetenstimmung auf. Ein bayrisches Anti-Fastfood-Volkslied, das von der „Raststätte zum goldenen M“ handelte, sorgte für den krönenden Abschluss. (23.05.2011, Nürtinger-Zeitung, Susanne Römer)

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Johannes Wollasch
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Tel.: 07143 - 40 82 53
mobil: 0177 - 731 0446

 

 

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